Taschengeld und Hausarbeit: Sollte man beides verknüpfen?
„Wenn ich die Spülmaschine ausräume, gibst du mir dann 2 Euro?"
Wenn Sie diesen Satz schon einmal gehört haben, haben Sie sich sicher gefragt: Sollte man seine Kinder dafür bezahlen, dass sie im Haushalt mithelfen?
Die Fachwelt ist geteilter Meinung. Einerseits möchte man ihnen beibringen, dass Geld durch Arbeit verdient wird. Andererseits möchte man den Eltern keine zusätzliche mentale Last aufbürden, indem man alles abrechnen muss.
Wie findet man also die richtige Balance?
Die Falle des „für alles bezahlen"
Geld systematisch an Pflichten zu koppeln, kann gefährlich sein.
- Verlust des Familiengeists: Das Kind weigert sich, unentgeltlich zu helfen. „Den Tisch decken? Was gibt's dafür?"
- Umgekehrte Erpressung: „Das Geld ist mir egal, also räume ich mein Zimmer nicht auf."
- Rollenverwirrung: Sich am gemeinsamen Leben zu beteiligen (die eigenen Sachen aufräumen, den Teller abräumen) ist eine bürgerliche Pflicht, keine bezahlte Arbeit.
Die Elyvel-Methode: die kluge Unterscheidung
Bei Elyvel setzen wir auf wertvolle gemeinsame Momente. Die Idee ist, familiäre Pflichten von „Belohnungsprivilegien" zu trennen.
1. Die Pflichten (unentgeltlich)
Manche Aufgaben gehören zum „Grundvertrag" des Zusammenlebens.
- Das Bett machen
- Zähne putzen
- Die schmutzige Wäsche in den Korb tun
Diese Handlungen bringen XP (Erfahrungspunkte) in der App. Die XP lassen den Avatar des Kindes im Level aufsteigen. Es ist eine symbolische und persönliche Belohnung, die Beständigkeit würdigt.
2. Die Sondermissionen (mit Privilegien belohnt)
Um besondere Belohnungen freizuschalten, kann das Kind Missionen annehmen oder seine Routinen perfekt erfüllen.
- Den Rasen mähen
- Das Auto waschen
- Die Fenster putzen
Hier geht es nicht um Geld, sondern um gemeinsame Momente. Das Kind sammelt Punkte, die es gegen „Gutscheine für ..." einlösen kann.
Warum funktioniert das?
Diese klare Unterscheidung beruhigt alle.
- Die Eltern fühlen sich nicht länger „ausgenommen". Der Alltag läuft dank der XP-Routinen wie von selbst.
- Die Kinder fühlen sich wertgeschätzt. Sie arbeiten nicht für Geld, sondern um einen besonderen Moment mit Ihnen zu verbringen: einen Filmabend, eine zweite Gutenachtgeschichte, eine Schmink-Session oder eine Fahrradtour.
Dank des in Elyvel integrierten „Belohnungs-Shops" wählt das Kind sein Ziel zudem selbst. Es sammelt seine Punkte und „gibt" sie in der App aus, um diesen wertvollen Moment zu erhalten.
Fazit
Entscheiden Sie sich nicht länger zwischen „alles gratis" und „alles bezahlt". Ersetzen Sie die finanzielle Transaktion durch einen zwischenmenschlichen Austausch.
Indem Sie die XP für den persönlichen Fortschritt und die Belohnungen zur Stärkung der Eltern-Kind-Bindung nutzen, schaffen Sie einen positiven Kreislauf.
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